zu seinen Werken ...

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Prof. Gustinus Ambrosi wurde am 24.02.1893 in Eisenstadt geboren. Er war hochmusikalisch und wurde bis zu seinem 7. Lebensjahr an der Geige unterrichtet. 1900 ereilte ihn eine schwere Gehirnerkrankung, deren Folge seine Ertaubung war. Da er der Musik nicht mehr nachgehen konnte, begann er eine Ausbildung in der Bildhauerei. 1909 übersiedelte die Familie nach Graz, wo er als 15-Jähriger mit seinem Werk “Der Mann mit dem gebrochenen Genick” den Durchbruch schaffte. 1913 stellte ihm Kaiser Franz Josef I. auf Lebenszeit ein Staatsatelier zur Verfügung. Ihm wurde die Ehre zuteil, einige bekannte österreichische Politiker (Leopold Figl, Theodor Körner, Karl Renner, Julius Raab ...) und die Päpste Johannes XXIII., Pius XI., Pius XII., sowie zahlreiche berühmte Persönlichkeiten zu modellieren. Zu seinen wichtigsten bildhauerischen Werken zählen “Die Blüte”, “Ikaros”, “Kain”, “Promethidenlos” und “Der ewige Frühling”. Der Dichter und Philosoph schuf jedoch auch viele literarische Werke. Nach mehreren Urlaubsaufenthalten in Geistthal und Kainach (Oswaldgraben) in der Weststeiermark begann er 1969, in Stallhofen ein Haus zu bauen, wo er mit seiner Frau Berta den Lebensabend verbringen wollte. Dazu sollte es aber nicht mehr kommen, da er am 1. Juli 1975 den Freitod wählte. Gustinus Ambrosi erhielt für sein bildhauerisches und literarisches Wirken zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Graz verliehen.